Wanderleiter Reglement

PVETH Wanderleiter-Reglement

Wanderleiter – Reglement

  1. Der Wanderleiter (im folgenden WL genannt) ist für die sorgfältige Planung / Durchführung der Wanderung verantwortlich. Ihm zur Seite steht der Co-Leiter, der über die Einzelheiten der betreffenden Wanderung auch Bescheid weiss.
  1. Die Teilnahme an einer Wanderung erfolgt auf eigenes Risiko des Teilnehmers. Dieser ist für genügenden Versicherungsschutz selbst besorgt, jede Haftung des WL ist ausgeschlossen.
  1. Im PVETH ist Vorwandern die Regel. Etwa 2-3 Wochen vor dem Abgabetermin der Wander-Einladung begeht der WL möglichst mit dem Co-Leiter (im Gebirge sicherheitshalber immer zu zweit) die vorgesehene Route und macht sich so ein Bild über die aktuellen Wegverhältnisse, Marschzeiten, Anforderungen usw.
  1. Die Wander-Einladung kann handschriftlich oder als E-Mail im PDF- oder Word-Format an Karin Schram geschickt werden. Karin leitet die Einladung weiter an Othmar Fluck für die Internet-Aufschaltung. Die Einladung kann doppelseitig kopiert werden, sodass genügend Platz für eine ausführliche Beschreibung zur Verfügung steht.
  1. In der Wander-Einladung zwingend zu vermerken sind Angaben über: Treffpunkt / Billett / Reise, Reisekosten ab Zürich mit ½Tax, Anforderungen (leicht / mittel / anspruchsvoll, siehe auch Punkt 14), Wanderzeit, Höhendifferenz, Ausrüstung, Verpflegung.
  1. Der WL ist für Fahrplan, Platzreservation (Bahn, Bus), Kaffeehalt, Mittagessen besorgt. Wir reisen grundsätzlich mit ÖV. Der WL entscheidet über Durchführung bzw. Verschiebung der Wanderung und veranlasst nötige Anpassungen. An Hitzetagen (über 30º C) findet die Wanderung nicht statt. Er ist ermächtigt, angemeldeten Wanderern, die den Anforderungen nicht gewachsen scheinen, von der Teilnahme abzuraten oder sie auszuschliessen.
  1. Neben der Wandergruppe, benannt mit Gruppe A, hat sich um Othmar Fluck und Karin Schram eine Gruppe B gebildet, die keine langen Wanderungen mehr mitmachen wollen, sondern sich bei kurzen Märschen und Besichtigungen mehr Zeit nehmen. Wünschenswert ist, dass die beiden Gruppen gemeinsam anreisen und zum Startkaffee zusammensitzen. Der WL tauscht sich deshalb jeweils auch mit dem Leiter der Gruppe B aus.
  1. Der WL führt die Wander-Gruppe, d.h. er geht zuvorderst und bestimmt die Route und ein dem Leistungsvermögen der Teilnehmer angepasstes Tempo, der Co-Leiter geht zuhinterst. Es soll immer Blickkontakt nach vorne und hinten bestehen, besonders bei Abzweigungen. Handy-Verbindung zwischen WL und Co-Leiter bzw. dem Schlussläufer ist anzustreben. Bei grosser Teilnehmerzahl (mehr als 20) ist es empfehlenswert, zwei Gruppen zu bilden, WL und Co-Leiter führen dann je eine Gruppe und bestimmen einen erfahrenen Wanderer als Schlussläufer.
  1. Es sind regelmässig Marschhalte einzuschalten, erstmals nach kurzer Zeit damit das Tenü angepasst werden kann. Dann etwa stündlich ein Trinkhalt, dabei können die Langsameren wieder aufschliessen und sich erholen.
  1. Zu den Wanderzeit-Angaben auf Wegweisern und Touren-Beschreibungen rechnen wir bis 25% PVETH-Zuschlag, unsere Pensionierten sind halt nicht mehr die schnellsten. Die so errechnete Marschzeit ist in der Wander-Einladung einzusetzen (siehe auch Punkt 15).
  1. Wenn Teilnehmer die Gruppe begründet vorzeitig verlassen, melden sie sich beim WL ab. Nach der Trennung sind die Betroffenen nicht mehr Teilnehmer der Wanderung und tragen Gefahr und Verantwortung selbst.
  1. Der WL ist verantwortlich, dass bei Notfällen die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden: Sicherung (auch Selbstschutz), erste Hilfe, Alarmieren der Rettungsorgane

Notfall-Tel.-Nr.: 112 Notruf (erste Wahl , organisiert alles weitere),  117 Polizei,  144 Sanität,

1414  Rega (siehe auch Rega-Flyer). Folgende Fragen wird der Notfalldienst stellen:

wer ruft an (Name, Tel.-Nr. des Anrufers)

was ist passiert (Art des Unfalls, – der Verletzung)

wo ist es passiert (Standort, Koordinaten, Höhe, Erreichbarkeit auf Strasse)

wann Datum, Zeitpunkt des Unfalls

wie viele Anzahl Verletzte

Wetter an der Unfallstelle.

Für Bagatell-Fälle hat der WL immer eine Taschenapotheke dabei.

  1. Wander-Bericht:

Ist sehr erwünscht vom WL an Karin Schram (per Tel. oder besser E-Mail, auch bei Absage der Tour). Karin führt ja über all die Jahre eine Statistik unserer Veranstaltungen und ist auf Angaben des WL angewiesen. Karin leitet den Bericht weiter an den Wanderleiter-Obmann und an Othmar Fluck, der ihn in unserer Hauszeitung „INFO“ auch verwerten kann.

Der WL kann das Verfassen des Berichts auch an einen Teilnehmer delegieren.

  1. Anforderungen:

Technisch sind alle unsere Wanderungen leicht, Vorkenntnisse braucht es nicht. Schwierigkeitsskala „Wandern“ nach SAC (Schweiz. Alpenclub) T1 oder T2,

d.h. sichtbarer Weg, keine Steilhänge, Zuhilfenahme der Hände nicht nötig, keine Seilhilfe. T1 = Wandern: mehrheitlich flach, gelb markiert, auch mit Turnschuhen möglich.

T2 = Bergwandern: wenig steil, weiss – rot – weiss markiert, Wanderschuhe empfehlenswert. Unsere PVETH-interne, unten beschriebene Klassierung, bezieht sich nur auf die Kondition: leicht: Marschzeit max. 3 Std, Aufstieg max. 200m, mit Turnschuhen machbar

mittel: Marschzeit max . 4½ Std., Aufstieg max. 500m, Wanderschuhe empfehlenswert anspruchsvoll: Marschzeit über 4½ Std. oder Aufstieg über 500m, Wanderschuhe zwingend.

Dabei sind die Begriffe „mittel“ und „anspruchsvoll“ zu relativieren, sie gelten nur für PVETH, nach SAC-Massstab sind unsere Wanderungen auch konditionell leicht.

Ist ausnahmsweise auf einer Wanderung „Trittsicherheit“, „Schwindelfreiheit“ oder Ähnliches gefordert, muss dies in der Wander-Einladung vermerkt werden.

  1. Marschzeit-Berechnung:

Für mich persönlich (bei gemächlichem Schritt mit Gruppe) hat sich folgende Formel bewährt: Marschzeit = 1 Std. für 4km Horizontaldistanz + 1 Std. für 400m Aufstieg

Beispiel: Wanderung 10km lang bei 600m Aufstieg, somit ergibt sich: Horizontal 10km = 2½ Std. + 600m Aufstieg = 1½ Std., insgesamt also 4 Std.,

dazu für PVETH-Wanderer gemäss Punkt 10 evtl. Zuschlag 25% = 1 Std., total also 5 Std. (wobei 25% Zuschlag bei sehr gemütlichem Marschtempo anzuwenden ist)

  1. Ausrüstung: Wird vom WL in der Wander-Einladung vorgeschrieben je nach Art der Wanderung (Sommer, Winter, Länge der Tour) gemäss folgender Ausrüstungsliste: Schutz-Bekleidung gegen Wind, Nässe, und Kälte, Mütze, Sonnenschutz (Brille, Hut, Crème), Handschuhe, Wanderschuhe, Ski- / Wanderstöcke, Zeckenschutz (geschlossene Kleidung, Zeckenspray, hohes Gras und Unterholz meiden).
  1. Spesen: WL und Co-Leiter haben sowohl beim Vorwandern als auch bei der Wanderung für die Verpflegung im Restaurant CHF 25.- bzw. für ein Picknick CHF 15.- zugut.

Fahrspesen werden an WL und Co-Leiter für Vorwandern und Wanderung auf Basis Halbtax-Abo ab Zürich vergütet. Dies gilt auch für GA-Besitzer.

Administrative Kosten bestehend aus: Telefon, Porti, Kopien und können nach Aufwand verrechnet werden.

Für die Spesen-Abrechnung bitte folgendes beachten:

  • Jede Veranstaltung ist separat abzurechnen, also Vorwandern, Wanderung getrennt.
  • Jeder Posten ist in der Abrechnung einzeln aufzuführen, also Verpflegung, Administrative Kosten und Reisekosten.

Reisekosten sind: Reisebillett, weitere nicht im Reisebillett enthaltene Kosten ( je eine Position).

  • Die Rechnung kann nach Beendigung der Wander-Saison des betreffenden WL gestellt werden, spätestens bis Ende Oktober.

Der Abrechnung ist ein Einzahlungsschein beizulegen.

Für Postfinance-Kunden: Vorname Name, Adresse, Konto-Nr.

Für Bank-Kunden: Bank-Adresse, zu Handen von (c/o), IBAN-Konto-Nr., Vorname Name Adresse, Postfinance Konto-Nr. der Bank.

Bitte Rechnungsbetrag frei lassen (falls sich Unstimmigkeiten ergeben).

  • Der Abrechnung sind allfällige Belege beizulegen.

Reisekosten die in der Wandereinladung kostenmässig angegeben sind müssen nicht belegt werden. ! Die Unterlagen senden an den Kassier, Beat Rüedin, Brunnenwiesenstr. 38, 8049 Zürich.