Geschichte

40 Jahre PV ETH

Die Vereinigung der Pensionierten der ETH hielt am 3.März 2006 ihre 40. Generalversammlung ab, ein Grund zurückzublicken. Eine 5köpfige Initiantengruppe (Fräulein Zollinger und die Herren Neuhaus, Burger, Inglin und Weiss) lud pensionierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ETH zu einer Tagung am 18. September 1975 ein, auf der beschlossen wurde, eine Vereinigung der Pensionierten der ETH zu gründen. Es waren 38 Pensionierte, 5 Gäste und 5 Begleitpersonen anwesend. Zweck der Vereinigung sollte es sein, „die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den pensionierten Bediensteten der ETH und deren Annexanstalten zu pflegen und zu fördern durch Veranstaltung kultureller wie geselliger Anlässe“, das heisst Vorträge, Besichtigungen, Exkursionen und Ausflüge. Ein wichtiger Aspekt, und der wurde sogar als Hauptsache bezeichnet, war die gegenseitige Hilfe. Um diese zu gewährleisten, wurde ein „WER-MACHT-WAS“-Verzeichnis aufgestellt, aus dem Beruf, Hobbies und Interessen jedes Mitgliedes ersichtlich waren. So könnten sich die Mitglieder zu kleineren und grösseren Interessen-gruppen zusammenfinden. In einem Exposé von Oscar Neuhaus heisst es: „Es ist also die Möglichkeit geschaffen, allen pensionierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ETH ohne Klassenunterschied in der PV-ETH etwas zu finden, um den dritten Lebensabschnitt zu bereichern – ja zu erleichtern. Der Pensionierte sollte in diesem Lebensabschnitt nicht passiv im Dasein stehen, sondern sich in einem ihm angepassten Aktionsradius geistig und körperlich betätigen. Es sollte ihm aber auch bewusst sein, dass eine solche Betätigung nicht ein „Müssen“ sondern ein „Dürfen“ ist“.

Am 25. März 1976 fand dann die Gründungsveranstaltung statt, zu der 87 Pensionierte eingeladen waren und 38 kamen. Herr Hans Bisang, damals Leiter der Finanz- und Personalabteilung der ETH Zürich, stand der Gründung sehr positiv gegenüber und ermunterte die Pensionierten in einem Brief zum Beitritt. Er übernahm als Tagespräsident den Vorsitz der Gründungsversammlung. Zum Präsidenten der Vereinigung wurde Oscar Neuhaus gewählt, und der Jahresbeitrag wurde auf Fr. 15.- festgesetzt. Auch die Personal-verbände PVB und VHB (heute VKB) befürworteten die Gründung, entsandten Vertreter und trugen zu den Unkosten der Zusammenkunft je 100.- Fr. bei.

Die Idee einer Gründung der Vereinigung der Pensionierten der ETH stiess also auf grosses Interesse und wurde auch zum Erfolg, wie wir heute sehen. Zwar wurden einige Tätigkeiten wie z.B., Kegeln oder Jassen mangels Beteiligung wieder aufgegeben, und auch die gegenseitige Hilfeleistung ist nicht mehr so offensichtlich, wie sie gedacht war. Heute kümmern sich je eine Frau und ein Mann aus dem Vorstand um die Kranken und gratulieren im Namen der PV zu runden Geburtstagen. Die gegenseitige Hilfe spielt sich sozusagen im Verborgenen ab. Aber es herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre unter den Mitgliedern und die Aktivitäten werden geschätzt. Manch einer oder eine haben Freunde gefunden, mit denen sie auch ausserhalb des PV Kontakt pflegen. Die Worte von Herrn Bisang in seinem Brief vom 1. April 1976 an die Pensionierten haben sich für viele bewahrheitet: „Auch wenn Sie sich während Ihrer Tätigkeit an der ETH nicht oder nur kaum gekannt haben, verbindet Sie doch viel Gemeinsames. Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit, Ihren Freundes- und Bekanntenkreis zu erweitern. Sie werden im Kreise der Mitglieder der Vereinigung sicher viele schöne Stunden verbringen“.

Karin Schram